Unsere Partnerschaft mit El Salvador

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Schon mit der Gründung des Vereins, suchten wir Kontakte nach Südamerika, speziell El Salvador. 1994 besiegelten wir dann die Partnerschaft mit der Gemeinde El Presidio Liberado (zu deutsch: das befreite Gefängnis). Einige Zeit arbeiteten wir dabei mit der evangelischen Kirchgemeinde in Bautzen Gesundbrunnen zusammen.

Gemeinsam unterhielten wir einen regen Schriftverkehr, sammelten Spenden, organisierten gegenseitige Besuche und informierten die Öffentlichkeit über das Land und die Gemeinde. Auch Lehrerinnen und Lehrer des Städtischen Gymnasiums unterstützen uns, indem sie einen Lehrer in El Salvador finanzieren.
Erfolgreich waren wir bei einer Spendenaktion, die das Ziel hatte, Geld für den Landkauf aufzubringen, um damit die Zukunft der Gemeinde abzusichern.
Leider ist bei den schweren Überschwemmungen durch El Niño im Herbst 1998 wieder vieles vernichtet wurden. Zwar konnten alle Einwohner gerettet werden, aber sie mußten erneut ihr Dorf verlassen und sind über mehrere Orte verteilt untergekommen.

In einer weiteren Gemeinde, La Joya, finanzierten wir eine Zuckerrohrmühle. Damit wird das Zuckerrohr zu braunem Vollrohrzucker verarbeitet, der für den Eigenbedarf und die lokalen Märkte bestimmt ist.

Höhepunkte sind zweifellos die direkten Kontakte. Zwei Frauen aus unserem Verein waren bereits in El Salvador. Neben dem Kennenlernen des Landes besuchten sie auch unsere Partner um sich über die Entwicklung der Projekte zu informieren und zu erfahren, welche Probleme am dringendsten gelöst werden müssen. Darüberhinaus konnten sie auch zahlreiche Persönliche Kontakte knüpfen. Wiederholt weilten Delegationen aus diesem Land im Rahmen einer "Deutschlandrundreise" auch in Bautzen.

Zur Zeit unterstützen wir Aufbau und Fortführung einer Altenspeisung in San Luis, einer anderen Rücksiedlung von Flüchtlingen. San Luis ist ein Ortsteil der Flüchtlingsrücksiedlung Segundo Montes, in der Menschen leben, die während des Bürgerkrieges in El Salvador ihre Heimat verloren haben. Rudi Reitinger, langjähriger Koordinator der Projekte vor Ort, schreibt dazu:

"Die christliche Basisgemeinde hatte glücklicherweise ein Grundstück, das allerdings erst einmal hergerichtet werden musste. Es musste das Gelände eingeebnet werden, Mauern gezogen und dann mit Erde aufgefüllt werden, da das Gelände an einem Abhang liegt. Dann wurde die Holzhütte gebaut, die in den nächsten beiden Jahren erst einmal als Notbehelf dienen soll. Momentan gibt es nur einmal am Tag eine warme Mahlzeit. Im Altenzentrum essen ungefähr 30 Personen. Dafür müssen monatlich etwa 500 US $ aufgebracht werden. Das sind knapp 400 € momentan, den Lohn der Altenbeauftragten, bzw. der Köchinnen nicht mit eingerechnet. Ich wäre da für jeden Cent dankbar, den ihr für den Unterhalt der alten Menschen aufbringen könntet."

"Die Leute im provisorischen Altenzentrum in San Luis erlebten im August 2006 einen riesengroßen Schrecken. Am frühen Nachmittag braute sich ein Gewitter zusammen, das plötzlich orkanmäßige Ausmaße annahm. Dem starken Wind hielt das Blechdach nicht sehr lange stand und heftige Böen knickten die Wellblechdächer wie Streichhölzer. Das nun ungeschützte Innere der Hütte wurde total durchnässt, auch die Lebensmittel. Martin und Eric richteten das Dach wohl notdürftig wieder her, aber beim nächsten Orkan bricht wahrscheinlich die ganze Hütte zusammen. Das Pastoralteam und die drei Verantwortlichen für die Altenarbeit kamen zur Überzeugung, dass unter anderen auch wegen dieses Vorfalls ein Neubau des provisorischen Altenzentrums dringend erforderlich ist. "

beim Essen Seniorengruppe Abwasch